WIENZEUG

Politik | aus FALTER 09/03 vom 26.02.2003

Datenklau im Flugzeug Die Datenschutzorganisation Arge Daten schlägt Alarm und warnt vor Datendieben. Unter dem "Vorwand der Terrorismusbekämpfung", so vermutet Arge-Daten-Obmann Hans Zeger, sollen US-Behörden in Zukunft nicht nur Name und Adressen von Reisenden in die USA erhalten, sondern auch Angaben darüber bekommen, wo ein Flugticket gekauft und wie bezahlt wurde, welche spezifischen Speisen bestellt wurden und ob der Fluggast ein Vielflieger ist. Ganz allgemein, so Zeger, "soll eine Fluggesellschaft alle über seinen Kunden verfügbaren Daten an US-Behörden ausfolgen". Für die Arge-Daten handelt es sich "offensichtlich um einen schwer wiegenden und mit geltendem EU- Recht nicht vereinbaren Eingriff in die Privatsphäre". Die Behörden würden Einblicke in religiöse und weltanschauliche Positionen bekommen. Zeger verweist darauf, dass die Fluggesellschaften die Daten nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Kunden weitergeben dürfen. Zeger befürchtet, dass Fluglinien nun aus

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