FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 09/03 vom 26.02.2003

Jesus Maria, da haben wir uns einen sauberen "Star des Jahres" ausgesucht, wie Fernsehtante Arabella Kiesbauer ihn ständig genannt hat. Michael Tschuggnall, der brave Bauernbub mit Augen so tiefblau wie ein Tiroler Bergsee, besiegte die motorisch überforderte Buchhändlerin Christl und den penetrant gut gelaunten Kärntner Xavier-Naidoo-Verschnitt Boris im "Starmania"-Finale. Unglaublich, wie Michi sich - quasi hollywoodmäßig - vom schüchternen Reservekandidaten zum Schlagersternchen von Bogdans Roscics Gnaden mauserte. Singen kann der Knabe einwandfrei, unschuldig schauen sowieso, und er kann eine Gitarre halten, ja sich sogar am Klavier begleiten. Gut, dass die Ösis so klug waren, gerade diesen Vollblutmusiker, der so gerne Bon Jovi vorträgt, zu erwählen. Fehlt jetzt noch der Name für die internationale Karriere: Mike T. hätte durchaus Sex, Michael Tschuggsen käme bei Kindern gut an, Michi Jürgens wäre für die Karriere bei den Muttis und Omis im eigenen Land geeignet. Jetzt bin ich nur gespannt, ob sich die Deutschen auch so einen tollen Durchschnittsknaben als "Superstar" suchen: Die haben ja diesen Schwiegermuttertraum Alex, der aussieht wie Ralf Schumacher.


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