In der Mördergrube

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 09/03 vom 26.02.2003

WIEN-MITTE. Denkmalschutzhüter mit Nostalgietick und Freiheitliche gegen den roten Bürgermeister: Der Kampf um die Hochhäuser über dem Landstraßer Bahnhof wird endgültig zur Provinzposse. Bleibt Wien-Mitte am Schluss der alte Schandfleck? 

Ein Sauhaufen, ein Ratzenstadl", sagte der rote Bürgermeister. "Eine Räuberhöhle" nannten ihn die Freiheitlichen schon. "Schandfleck", und das mitten in der Stadt, wird der alte Bahnhof Wien-Mitte gerne geschimpft - seit mehr als einem Jahrzehnt. Und jetzt ist er auch noch eine Mördergrube: Weil Bürgermeister Michael Häupl sich schon prophylaktisch bei den "potenziellen Mördern" bedankte, die das schon längst bewilligte Hochhausprojekt über dem Landstraßer Bahnhof doch noch verhindern könnten, nannte ihn FPÖ-Turmbekämpfer Heinz-Christian Strache einen "Mörder des Bauensembles Wien".

  Wien-Mitte, eine Erregung, und zwar schon seit dem Planungsstart des Hochhausprojekts vor mittlerweile 13 Jahren. Der jüngste Akt des Dramas rund


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige