StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 09/03 vom 26.02.2003

Clemens Pultar liebt die feinen Dinge. Während Hunderte Kollegen dem Umbaufinale der Albertina entgegenpoltern, kümmert sich der Restaurator aus dem Waldviertel um winzige Furnierteile in den Fußböden des Prachtbaues. In den Salons des Museums repariert er Böden aus Nuss-, Mahagoni-, Ahorn-, Eben- und Rosenholz. Millimeter für Millimeter arbeitet er sich seit zweieinhalb Jahren durch die endlosen Zimmerfluchten, ergänzt und ersetzt, was zerstört und abgenützt ist. "Da sieht man, wie präzise die Leute früher gearbeitet haben", sagt der gelernte Tischler. Pro Salon hat er zwei, drei Monate Arbeitszeit geplant, aber angesichts des Eröffnungstermins Mitte März fährt er jetzt Sonderschichten. Schade ist nur, dass wohl kaum ein Besucher die winzigen Intarsien am Fußboden würdigen wird, wenn die Albertina wieder offen ist. C. W.


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