DOLM DER WOCHE: Ernst Strasser

Politik | aus FALTER 10/03 vom 04.03.2003

Dass der Innenminister ein ziemlicher Zornbinkel sein kann, ist bekannt. Was Ernst Strasser aber in den vergangenen Monaten aufgeführt hat, grenzt an einen Rachefeldzug gegen Flüchtlingshilfsorganisationen. Zuerst lässt der Minister ausrichten, Asylpolitik sei keine Sozialfürsorge und setzt Hunderte Flüchtlinge auf die Straße. Kümmern sollen sich halt die NGOs, dass die Leute ein Dach über dem Kopf haben. Dann übergibt er einer deutschen Firma, die bislang durch nichts anderes aufgefallen ist, als im Auftrag des Ministeriums massiv Steuergelder in den Sand zu setzen, die Bundesbetreuung für Asylwerber. Und nun entzieht Strasser völlig überraschend privaten NGOs, die sich nichts zuschulden kommen ließen, außer dass sie es wagten, die Asylpolitik des Innenministeriums zu kritisieren, auch noch die Schubhaftbetreuung. Mal sehen, was Strasser in der Regierung Schwarz-Blau II noch alles an Gemeinheiten einfällt.


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