KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 10/03 vom 04.03.2003

Ein Modell kann viele Funktionen erfüllen: zum Beispiel die Visualisierung von etwas, dessen Gestalt man noch nicht kennt, oder die Schaffung einer experimentellen Anordnung. Dabei wird entweder mit Vergrößerung (Genetik) oder mit Verkleinerung (Astronomie) gearbeitet. In der gegenwärtigen Kunst stolpert man ständig über Miniaturen und Modellsituationen (Lois Renner, Dorit Margreiter, Siggi Hofer u.a.), die sehr unterschiedliche Erkenntnisinteressen verfolgen. Der Künstler Jun Yang, Jahrgang 1975, stellt in der Galerie Martin Janda (bis 15.3.) mithilfe von Modellbauzubehör Identitätsfragen. Die dort auf drei Tischen in weiße Landschaften gesetzten Plastikhäuschen dienen der Illustration einfacher, bruchstückhafter Geschichten. Von dem Wohnblock, der einem Einfamilienhaus die Sicht verstellt. Oder von dem Brauch, dass in China jedes Fest von einem Feuerwerk gekrönt wird. Die Texte spricht der Künstler einmal selbst aus dem Lautsprecher, dann müssen sie wieder von der Wand


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige