NEUES FESTIVAL: Generator statt Hörgänge

Kultur | aus FALTER 10/03 vom 04.03.2003

Diese Woche wird im Wiener Konzerthaus erstmals der Generator als Nachfolger des langjährigen Neue-Musik-Festival Hörgänge stattfinden. Die bisherige Anzahl der Konzerte - rund zwölf - soll auch bei der neuen Veranstaltungsreihe unterm Strich gleich bleiben, nur wird nun übers ganze Jahr verteilt gespielt. Den Vorteil dieses neuen Konzepts sieht Konzerthaus-Dramaturg Thomas Schäfer vor allem in den besseren Produktionsbedingungen: Während bei einem täglichen Konzertbetrieb der Kampf um Probemöglichkeiten nicht zu vermeiden ist, steht der Neue Saal des Konzerthauses nun den Musikern schon Tage vor ihrem Auftritt zur freien Verfügung - was letztlich auch stärker auf den multimediatauglichen Raum bezogene Projekte ermöglichen soll.

  Fünf Generator-Projekte sind bislang fixiert: Nach der Eröffnung mit Christoph Cech und seinem Janus-Ensemble am 7. und 8. März (siehe Artikel oben) folgt schon am 17.3. ein Auftritt des Vienna Loop Orchestra um den Komponisten Bernhard Lang. Am 4. und 6. April werden Clemens Gadenstätter und Lisa Spalt ihren musikalisch-literarisch-filmischen Salon 13 aus dem Echoraum wieder auferstehen lassen. Klangforum-Pianist Marino Formenti spielt sich am 24. und 26. April durch das gesamte Klavierwerk des deutschen Komponisten Helmut Lachenmann, und am 7. Mai stellt Klangregisseur André Richard Luigi Nonos politisch bewegte "Tape-Music" aus den Sechzigerjahren vor.

Information: www.generator.at


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