The winner takes it all

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 10/03 vom 04.03.2003

MUSIK. Liebeskummer als produktiver Glücksfall: Das britische Club-Pop-Duo Moloko legt mit "Statues" sein bislang schlüssigstes Album vor. 

Die Popkultur mag zwar in vielen Bereichen eine Parallelwelt zum gewöhnlichen Alltagsleben darstellen. Der banale Grundsatz der Trennung von Beruf und Privatleben gilt aber auch hier. Glückliche Band-Ehepaare wie Kim Gordon und Thurston Moore von Sonic Youth sind gegenüber gescheiterten Popbeziehungen jedenfalls eindeutig in der Minderheit. Man denke nur an Ike und Tina Turner oder vor allem an Abba, die aus den Trümmern ihrer beiden Ehen 1980 mit "The Winner Takes It All" einen der traurigsten Welthits der Popgeschichte formten.

  Beim Treffen mit dem Falter weckt Roisin Murphy, die außergewöhnliche Stimme des 1994 gegründeten britischen Duos Moloko, in ihrer offenkundigen Melancholie schnell Assoziationen zur Stimmung des Abba-Hits. Nach sieben Jahren Beziehung mit Molokos musikalischem Direktor Mark Brydon hat sich die Partnerschaft der


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