TIER DER WOCHE: Spaßlaberln


PETER IWANIEWICZ
Stadtleben | aus FALTER 10/03 vom 04.03.2003

Jetzt ist Schluss mit lustig, der Fasching ist vorbei, und da soll gesühnt, gefastet und gereinigt werden. Frankfurt hat dazu in einem ersten Schritt einen Bußgeldkatalog eingeführt, der dem reuigen Städter eine hilfreiche Orientierung im Fegefeuer der Ablasszahlungen sein will: Die Verfehlung eines auf der Straße weggeworfenen Tschickstummels ist beispielsweise mit zwanzig Euro wieder gutzumachen, für einen Kaugummi oder eine klebrige Pizza-Verpackung löhnt der deutsche Sünder bereits 35 Euro. Eine Portion Hundeglück auf dem Frankfurter Trottoir verlangt nach 75 Euro, auf Spielplätzen kostet es sogar das Doppelte. Damit ist das Maß der jenseitigen Verfolgungen aber noch nicht voll. Jetzt hat der zuständige Leiter der Stabsstelle "Sauberes Frankfurt", Peter Postleb, eine weitere Maßnahme angekündigt, die dem ehemaligen Wiener Gemeinderat Franz "Hundstrümmerl" Karl Tränen der Freude in die Augen getrieben hätte: Hunde sollen in Zukunft gut sichtbare Nummernschilder tragen,

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