Den ORF bedenken


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Wer über den ORF nachdenkt, sollte mit dessen öffentlich-rechtlichem Sender anfangen. Mit Ö1.

Manchmal denke ich über den ORF nach, einfach so. Merkwürdig. Ich kann nicht einfach so über den ORF nachdenken. Sobald ich damit anfange, langt bei meinem inneren Faxgerät der Leserbrief ein, den der Pressesprecher dieses Unternehmens unfehlbar an mich schicken wird. Die Pressestelle des ORF ist tüchtig und lässt nichts unwidersprochen, das dem ORF widerspräche. Aber die Gedanken sind frei. Also denke ich nicht an die Entparteipolitisierung, nicht an die Zwangspensionierung Peter Huemers und nicht an die abnehmende Bissigkeit der meisten Moderatoren, nicht an das Überhandnehmen von Koalitions-Politiker-Auftritten in Nachrichtensendungen.

Schrullig, wie ich bin, denke ich an Ö1. Der beste Radiosender der Welt, habe ich immer gemeint, und ich meine es noch. Gut, manchmal haben die einen Hang zum Schulfunk, und es hocken dort ein paar unverbesserliche Kritikaster

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