Wenig Feind - wenig Ehr

ANTON PELINKA | Vorwort | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

KOMMENTAR. Der Lack des Wolfgang Schüssel ist ab. Seine Regierung ist alles andere als stabil. 

Ach, waren das noch Zeiten, als Wolfgang Schüssel und Susanne Riess-Passer die Demonstranten am Ballhausplatz und die Regierungen der "EU-14" in Europa gegen sich hatten. Daraus konnte "Schwarz-Blau" Identität gewinnen und den nationalen Schulterschluss ansagen. Und die Koalition, die konnte sich noch der Zustimmung "der Wirtschaft" erfreuen. Dieser Glanz ist weg; und der Lack des Wolfgang Schüssel beginnt abzublättern. Die bösen Worte gehen um: Die Wahlen hätte er ja gewonnen, aber die Regierungsbildung, die hätte er ziemlich versaut. Und die Industriellenvereinigung? Die reagiert eher ablehnend auf die Neuauflage dessen, was noch 2000 ihre Wunschregierung war. Die Medien? Die Presse und ihr Chefredakteur, 2000 das Begleitorchester der "Wende", machen nun der (lahmen) Opposition vor, wie diese Regierung denn so richtig zu kritisieren wäre.

  Das alles hat weniger mit den Inhalten

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