FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

Endlich haben wir das Finale von "Deutschland sucht den Superstar" hinter uns. Überraschend lahm matchten sich das blonde Gift Juliette und der niedliche Ödbär Alex um den Sieg des Teenagergesangswettbewerbs. Auch die Jury, sonst erfrischend hart, ließ vor lauter Lobhudeln völlig aus. Der Abend wurde von einem Mann dominiert, der als der einzige echte Sieger der RTL-Show übrig bleibt: Dieter Bohlen. Der 49-jährige Schnulzenproduzent und -sänger verdient an der Show am meisten. Mit diversen CDs, die er mit den Schlagersternchen schon aufgenommen hat und noch produzieren wird. Und mit einem neuen Image, das sich Bohlen, zum "Vati" der jungen Sänger mutiert, erworben hat. Strategisch schlau von dem Mann, der früher reihenweise BildZeitungs-Luder verführt hat. Seit seinen 500.000-mal verkauften Memoiren gilt er als ehrlich wie ein Faustschlag, nach dem Kindersingen auch als lieber brummiger Onkel. Da wird sich das zweite Buch Bohlens noch besser vermarkten lassen. Der 19-jährige Gewinner Alex kann sich mit Vati Bohlen an der Seite jedenfalls sicher fühlen. "Dir kann im Leben nichts mehr passieren", versprach Dieter. Klingt fast wie eine Drohung.


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