OHREN AUF! After Work Club

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

Unmittelbar an die Arbeit anschließende Clubbings sind eine höchst unsinnige Erfindung der Spaßgesellschaft. Welcher vernünftige Mensch will sich nach getanem Tageswerk schon volley auf die Tanzfläche begeben? Das richtige Ambiente (Sofas statt Tanzflächen!) vorausgesetzt, könnte der öffentlich eingenommene Fruchtsaft aber durchaus auch im Clubkontext munden.

Die höchstzulässige Musikgeschwindigkeit wäre dabei mit dem gemütlich-beschwingten "After Work Club" vom neuen Album "If you had stayed ..." (monika/Ixthuluh) des Berliner Quartetts Contriva erreicht. Wie gehabt rein instrumental ausgerichtet, erzeugt die Band erneut diese so charakteristische Mischung aus Glücksgefühl und sentimentaler Melancholie. Musik wie ein einsamer Urlaubsspaziergang im Sonnenuntergang, nur deutlich weniger kitschig.

Auch Contrivas einstige Labelkollegin Barbara Morgenstern dürfte mit ihrem Majordebüt "Nichts muss" (Virgin) Stammgast im After-Work-Club unseres Vertrauens sein. Feingliedrige elektronische


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