"Nicht zu viel Geblubber!"

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

MUSIK. Mit seiner Oper "Fear Death by Water" nach Motiven aus T.S. Eliots Gedicht "Wasteland" begibt sich der Wiener Komponist Franz Koglmann an den Strand, um der "Mainstream-Gesellschaft" die Meinung zu blasen. 

Ursprünglich hätte jeder Besucher seinen eigenen Klappsessel bekommen sollen. Aber da war die Theaterpolizei vor. Individualsitzgelegenheiten gelten als gefährliches Hindernis im Falle einer ausbrechenden Panik. Jetzt wird das Publikum von Franz Koglmanns Oper "Fear Death By Water" also erst zwanzig Minuten herumstehen müssen und sich Sand in die Schuhe schaufeln, bevor die Bänke hereingetragen werden und gesessen werden darf. In diesem Augenblick verwandelt sich das Niemandsland auch in jenen Strand, der Koglmann auf die Begründung des Genres der "Beach-Opera" brachte. Der Ausdruck sei bislang, so referiert der Komponist das Ergebnis seiner Internetrecherchen, nämlich nur für kalifornische Opernhäuser in Meeresnähe gebräuchlich.

  In T.S. Eliots' Großgedicht "The


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