"Der Staat steht hinter euch"

Kultur | JAN TABOR | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

KULTURGESCHICHTE. Der Staat und sein Preis: John Sailer gestaltete im Museum des 20. Jahrhunderts eine Ausstellung zum Großen Österreichischen Staatspreis. 

Höchste Zeit. Das Thema ist spannend und kulturpolitisch überaus aktuell: Der neue Staat und die neue Kunst. Die Einladung ist hübsch. Der Titel ein wenig unklar: "KUNSTKUNSTKUNST". Leicht verrätselt. Möglicherweise ironisch. Das dreifach in Rot, Blau und Gelb versal gesetzte Wort "Kunst" ist kunstvoll schräg übereinander und über die Zeile "DER GROSSE ÖSTERREICHISCHE STAATSPREIS" aufgeschichtet, sodass der Eindruck entsteht, dank des Staatspreises quillt Kunst aus Österreich über wie der Brei aus dem Märchentopf.

  Auf der Rückseite der Einladung sind, alphabetisch gereiht, die Träger dieses Preises genannt. 92 Namen. Von "Ilse Aichinger geb. 1921" bis "Carl Zuckmayer, 1896-1977". Die Preisträger aus den Jahren 1934 bis 1937 fehlen. Kontinuität ist, stelle ich fest, kein Thema. Thomas Bernhard fehlt. Einen Staatspreis


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