KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

Was machen Mädchen der dritten und vierten Flüchtlingsgeneration in der Schule eines syrischen Palästinensercamps, wenn sie mit der Erfindung und Inszenierung einer "spannenden Geschichte" beauftragt werden? Sie spielen, wie ein israelischer Soldat ein palästinensisches Kind erschießt, und stellen kichernd dessen Begräbnis dar. Mit einem so stereotypen, belustigt gemimten und dennoch brisanten Spektakel haben die Angewandte-Studentinnen Stefanie Wuschitz und Korinna Lindinger nicht gerechnet, als sie an zwei Schulen in Damaskus Kinder dazu animierten, zu schauspielern und sich selber zu filmen. Die so entstandenen Videos sind Teil der Ausstellung "Transfer Damaskus" im Kunsthallen-Project space am Karlsplatz (bis 16.3.), die die Ergebnisse eines besonderen Projekts präsentiert: Christian Reder und Simonetta Ferfoglia vom Institut für Medienkunst haben vor einem Jahr in der syrischen Hauptstadt eine Art Auslandsinstitut initiiert, an dem Studierende der Angewandten mit syrischen


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