SPIELPLAN

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

Die vergangene Theaterwoche fing gut an, hörte gut auf und war dazwischen auch nicht fad. Der Reihe nach: Am Dienstag hatte im dietheater Konzerthaus der "Movement-Thriller" "Mord in Mayerling?" Premiere. Die in Co-Produktion mit dem Salzburger Toihaus entstandene Inszenierung des Wiener Mime-Theater-Meisters Christian Suchy ("Dackel, Taube, Kellerassel") funktioniert wie ein - sehr gut - gespielter Witz: Treffen sich ein Österreicher, ein Italiener und ein Serbe auf dem Campingplatz von Mayerling bei Wien und versuchen, den Doppel(selbst)-mord von Kronprinz Rudolf und dessen Geliebter Mary Vetsera aufzuklären. Martin Bermoser, Zeljko Jancic und Markus Kofler spielen alle möglichen und unmöglichen Verschwörungstheorien ("Kann es Zufall sein, dass der Fiakerfahrer Bratfisch hieß?") durch, bis alle einander mehrfach ermordet haben. Im Vergleich zu Suchys Solostücken wirkt diese Arbeit weniger wahnsinnig und vielleicht etwas oberflächlicher; der Einfallsreichtum der Inszenierung und


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