Weltkulturerbschleicher!

Stadtleben | JULIA ORTNER und CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

POLEMIK. Ob gigantomanische Hochhäuser in Wien-Mitte oder brutaler Baummord im Stadtpark: Das Unesco-Weltkulturerbe ist in dieser Stadt quasi in Dauergefahr: Der "Falter" deckt auf, was das historische Stadtzentrum sonst noch so alles gefährden könnte. 

Was haben Timbuktu, Mexico City und Wien gemeinsam? Sie tragen das Unesco-Prädikat "Weltkulturerbe". Ein hochtrabender Titel ohne Mittel, der nicht gerade besonders exklusiv ist - mehr als 700 Orte weltweit dürfen sich so nennen. In Wien sorgt das Weltkulturerbe, der Schmäh für den Tourismusfolder, der laut Experten nicht einmal den Tourismus in der Stadt angekurbelt hat, allerdings für Dauererregung. Begonnen hat das ganze Theater noch harmlos. Am 13. Dezember 2001 machte die Unesco in Helsinki die Wiener Innenstadt zum Weltkulturerbe. Wegen Wiens Rolle als führendes europäisches Zentrum der Musik und der architektonischen Ensembles in der Innenstadt (der Falter berichtete).

  Wenn da nicht diese bösen Hochhäuser über dem


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