Grün im Gesicht

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

BRAUCHTUM. Am 17. März, dem St. Patrick's Day, weiß der Ire und jeder, der ein solcher werden will, was zu tun ist: Ausläufer der weltweit rauschhaft begangenen Feier sind selbst in Wien zu spüren. 

Da muss Aidan Kirwan, der Erste Sekretär der Irischen Botschaft Wien mit der wunderbaren Barttracht, relativieren, da muss er diplomatisch etwas richtig stellen: "Das Trinken ist beim St. Patrick's Day nicht fundamental. Musik, Tanz und Kultur stehen im Vordergrund." Ja, von einer sanges- und trinkfreudigen irischen Kultur könne man durchaus sprechen, die Betonung liege aber, da bleibt Kirwan eisern, ganz auf Kultur. Simplifizierend definiert Kirwan, 52 und seit sechs Jahren in der Wiener Botschaft beschäftigt, hingegen im nächsten Satz Sinn und Ziel des irischen Nationalfeiertags: "There are only two kinds of people in the world, the Irish, and those who wish they were." Am 17. März wollen alle Iren sein, und das weltweit.

  In den USA, dem Land der überwältigenden Spektakel, werden


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