Womöglich hätte es bessere Orte und Figuren gegeben, um die Markteinführung eines neuen Freizeitartikels zu feiern, als ausgerechnet ein Shoppingcenter in Stadthallennähe und einen Fernsehkomiker ohne Fernsehsender. Trotzdem sorgten die Electric Scooter des Herstellers Exitoo für ein bisschen Aufsehen. Leise surrend bewegen sich die Rollerchen durch die Mall, Steigungen wie die Rampe auf die Bühne werden mühelos gemeistert und den Geschäftsführer hauts bei einem rasanten Manöver sogar einmal fast herunter. Aber nur fast. Denn natürlich sind die Elektroscooter gehsteig- und radwegtaugliche Verkehrsmittel, die - das wünschen sich zumindest die Hersteller - dieses Jahr einen ähnlichen Siegeszug antreten wie damals die Tretroller. Allerdings hat die Alternative für Tretfaule ein paar gravierende Nachteile - abgesehen vom Preis, der zwischen 300 und 500 Euro liegt: Im Gegensatz zur motorlosen Variante sind die Elektroscooter aus Aluminium und Stahl trotz stabiler Leichtbauweise nicht einfach zu schultern. Und wer die Batterie des Elektromotors (Reichweite: eine Stunde oder 12 bis 16 Kilometer) aufladen will, sollte besser im Erdgeschoß eine Steckdose haben. Je nach Ausführung wiegt das Fahrzeug zehn oder zwanzig Kilo - die immer in die Wohnung zu schleppen macht wohl nicht so viel Spaß.

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 11/03 vom 12.03.2003

Immerhin besitzen die Roller Lufträder, die Unebenheiten - auf der Straße darf nicht gefahren werden - abfedern können. Und wenn die Batterie leer ist, kann auch ohne Antrieb gefahren werden. Getreten werden muss nämlich ohnehin, denn die Roller setzen sich erst bei 3 km/h automatisch in Bewegung. Mal schaun, ob Wien sich heuer elektrisch rollen lässt.

Exitoo Electric Scooter, erhältlich bei Intersport XL, z.B. 15., Gablenzg. 5-13 (Lugner City), Tel. 982 58 17 22, Mo-Do 9-19, Fr 9-19.30, Sa 9-17 Uhr.


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