Kollateralschäden


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Es gibt Krieg. Die Welt wird neu geordnet. Ungeordnete Gedanken zu Themen der Zeit. 

Das, was es nicht geben sollte, wird es geben: Krieg. Das Fenster der Diplomatie sei geschlossen, erklärte der Präsident der USA, George Bush. Noch läuft ein Ultimatum, an dessen Ergebnis kein Zweifel besteht, dann fließt Blut. Der Beruf des Journalisten wird im Krieg besonders heikel. Zu erwarten sind: das vorbereitete Propagandamaterial, die als irgendwas maskierte Begeisterung, das allzu Menschliche. Schon zitiert Günther Nenning in der Kronen Zeitung Ernst Jünger, sozusagen von Kolumnist zu Kolumnist, als Beispiel für einen, der sich der Faszination auch nicht verschließen mochte. Der Krieg offenbare nur unser eigenes Inneres und so weiter.

Das kennt man ja: das Monster in uns, ab und zu kann man es wo besichtigen, recht unterhaltsam eigentlich, und wenn nicht, liefert es Material für bedeutende Betrachtungen. Diesem Problem entkommt man nicht einmal mit dem Versuch,

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