DOLM DER WOCHE: M. Reichhold

Politik | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

Es gibt gute Gründe dafür, dass ehemalige Regierungsmitglieder eine Zeit lang ihr Gehalt weiterbeziehen dürfen. Politiker sollen finanziell abgesichert werden, wenn die Regierungsbank zum Schleudersitz wird. If you feed peanuts, you get monkeys. Die FPÖ hat diese Rechte immer als Privilegien denunziert und auf all jene verwiesen, die sich die Taschen - rechtmäßig, aber politisch unkorrekt - noch schnell einmal voll gestopft haben. Nun lässt sich auch Mathias Reichhold, der glücklose Verkehrsminister, sein Ministergehalt in der Höhe von rund 15.000 Euro "zur Überbrückung" weiter auszahlen. So wie Susanne Riess-Passer, die auf ihre rund 16.000 Euro "Arbeitslose" monatlich nicht verzichten will. Wie war das mit den 60.000 Schilling Einkommensgrenze? Jörg Haider will nun eine neue FPÖ gründen und sagt: "Ich entschuldige mich in aller Form für das Fehlverhalten." Waren die zwei nicht seine Vertrauten?


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige