WIEN UND DER TERROR: "Ermutigung für Terroristen"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

Der amerikanische Terrorismusforscher Yonah Alexander warnt Österreich : "Die Terroristen benutzen Wien als Basis. Österreich ist ein potenzielles Ziel." Nicht nur heimische Staatsschützer (siehe dazu Bericht Seite 10), vor allem auch die Vergangenheit gibt dem Mann Recht. In den Siebziger- und Achtzigerjahren erschütterte der internationale Terrorismus Österreich schwer. Die Republik wirkte unvorbereitet. Wichtige Einrichtungen waren nicht ausreichend geschützt. Bruno Kreisky, der einen Dialog mit der PLO führen wollte, verlor durch die Anschläge nicht nur den roten Stadtrat Heinz Nittel, sondern auch internationales Ansehen.

  Schon der erste palästinensische Terroranschlag traf Österreich nicht unvorbereitet. Die Regierung hatte im niederösterreichischen Schönau ein Zwischenlager für russische Juden eingerichtet, die über Wien nach Israel ausgeflogen werden sollten. Immer wieder gab es Terrordrohungen. Im September 1973 war es so weit. Zwei Terroristen nahmen beim Grenzzollamt


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