Kommentar: Kunstlimousine Albertina 500 SL

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

Man kennt die Stimmung, die sich in Gasthäusern bei Fußballübertragungen breit macht, wenn der deutsche Rekordmeister FC Bayern München ein Tor schießt. Ein Murren ist vernehmbar: die Unmutsbekundung jener, die dieser Mannschaft aufgrund ihres arroganten Auftretens eine Niederlage gönnen. Eine geladene Stimmung wie vor dem Anpfiff eines Champions-League-Finales mit dem FC Bayern war in den vergangenen Wochen rund um die Wiedereröffnung der Grafischen Sammlung Albertina unter der neuen Bezeichnung KunstMuseumAlbertina verspürbar.

Dass selbst die in Sachen Hochkultur chronisch bauchlägrige Barbara Rett den alerten Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder in der vorletzten Ausgabe von "Treffpunkt Kultur" mit kritischem Unterton befragte, zeigt, wie tief der Stimmungsbarometer in der Öffentlichkeit gesunken ist. Die in verschiedenen Medien - auch dem Falter - auftauchenden Vorwürfe lauteten Geldverschwendung, Umgehung der Denkmalschutzauflagen und eine Umwidmung des Archivs grafischer


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