NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

KLASSIK

Beethoven: Streichquartette Nr. 4 & 15 (Hugo Wolf Quartett)

Gramola

Zehn Jahre nach seiner Gründung hat sich das Hugo Wolf Quartett definitiv zum spannendsten der gar nicht so wenigen Streichquartette Wiens gemausert. Als jung darf man die etwa dreißigjährigen Herren Jehi Bahk (1. Violine), Régis Bringolf (2. Violine), Wladimir Kossjanenko (Viola) und Florian Berner (Cello) natürlich trotzdem noch bezeichnen - man hört es schließlich auch: Dass höchste Präzision auch mal hinter leidenschaftlichem Ausdruckswillen zurückstehen darf, macht gerade den Reiz ihrer Interpretationen aus. Auch in der Repertoirewahl - von Bach über die Standardliteratur bis zu György Ligeti und dem jungen Johannes Maria Staud - beweisen sie aufgeweckte Zeitgenossenschaft mit Blick nach vorne. Nun haben sie zwei Beethoven-Quartette eingespielt und kamen dabei mit dem späten spröden op. 132 genauso gut zurecht wie mit dem op. 18/4 des 29-jährigen Komponisten.

CARSTEN FASTNER

Live: 21.3., 19.30 Uhr,

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