Der Schrei der Stille

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

ALBERTINA-KUNST. Die Eröffnungsausstellungen lassen die Programmatik der neuen Albertina erahnen: halbmoderne Kunst für ein breites Publikum und Fotografien für kulturgeschichtlich Interessierte. 

Die französische Zeitschrift Revue Blanche veröffentlicht 1895 die Lithographie "Das Geschrei". Sie stammt vom norwegischen Künstler Edvard Munch, der in den lithographischen Stein auf Deutsch die Bildunterschrift ritzte: "Geschrei. Ich fühlte das große Geschrei durch die Natur." Schwer vorstellbar, dass ihre Vorlage unter diesem Titel jene Bekanntheit erlangt hätte, die sie zu einer der Ikonen der neueren Kunstgeschichte werden ließ. Es handelt sich um "Der Schrei", 1893 gemalt in Öl, Tempera und Kreide auf Karton.

  Der Schädel mit dem Profil eines Totenkopfs, an dem eine Person vor dem Hintergrund einer Uferpromenade die Hände an den Kopf presst und einen Schrei ausstößt, hat als Luftballon Eingang in die Alltagskultur gefunden. Der Titel der Horrorfilmreihe "Scream" bedient


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