Stadtrand: Eiern am Ring

Stadtleben | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

Auch heuer wirds das Wiener Leihrad wieder geben. Allerdings nicht mehr in der aufsehenerregenden Form wie im vergangenen Jahr. Der neue Betreiber, die Gewista, hat jetzt bekannt gegeben, wie das Stadtrad-System ab Mai funktionieren soll: Demnach sollen an drei Terminals "rund um die Innenstadt" - zu Beginn - etwa 50 Fahrräder mit Vollgummireifen und ohne Gangschaltung bereitstehen. Ausgeliehen wird mittels Kreditkarte. Wem das Rad abhanden kommt, der muss 500 Euro zahlen. 50 Räder für Tausende potenzielle Radfahrer ist schon mal nicht schlecht. Drei Terminals "rund um die Innenstadt" auch nicht. Statt von A nach B zu düsen und dort das Rad wieder abzugeben, wird jetzt also im Kreis geradelt. Fast sieht es so aus, als würde aus dem Viennabike - mit all seinen Fehlern und Schwächen - ein ganz normaler Radverleih, bei dem das Ausborgen halt mit Kreditkarte funktioniert. So gesehen, ist das neue Stadtrad wirklich mehr für Wienbesucher interessant als für Bewohner. Und wenn die ab Mai am Ring auch noch auf Rädern herumeiern, sollte der Radweg dort endlich mal auffällig gekennzeichnet werden. Aus rechtlichen Gründen bekommt das Stadtrad übrigens einen neuen Namen, der demnächst präsentiert wird. Wiener Statt-Rad vielleicht? C. W.


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