StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

Während die angereiste Belegschaft aus dem Ländle frohgemut den "Funka" entzündete, mutmaßten die Wiener, dass hier eine "Hexenverbrennung", eine obskure "Sonnwendfeier" begangen werde. Hermann Böckle, 38, erinnert sich amüsiert an die Frühzeit des Vorarlberger Funkenfests in Wien; seit damals, so der Hauptorganisator des feierlichen Abbrennens, sei viel "Aufklärungsarbeit nötig gewesen, um den Wienern Sinn und Zweck der alemannischen Tradition näher zu bringen". Am 22. März, ab 18.30 Uhr, wird am Cobenzl der nunmehr vierte Funka, diesmal von der Funkenzunft Brederis, entzündet; durch das Abfackeln des zwölf Meter hohen Holzstoßes soll der frostige Winter endgültig vertrieben werden. Entstanden sei das feucht-fröhliche Feiern ("Fohra Bier"!) übrigens aus einer bsoffenen G'schicht heraus, sagt Böckle. Heute steht beim festen Feiern anderes im Vordergrund: Nacht-Drachensteigen, Klangfeuerwerk und, nicht zuletzt, "gmuatlichs Zemmasi". Infos: www.himmel.at Wo. P.


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