TIER DER WOCHE: Schwarz-weiß


PETER IWANIEWICZ
Stadtleben | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

"Meine christlichen Jäger brachten mir einen Bären, den sie lebend fingen, aber unglücklicherweise töteten. Der Bär, den sie mir teuer verkauften, ist ganz weiß, außer an den Beinen, Ohren und um die Augen, die völlig schwarz sind."

Jesuitenpater Armand David, 1869

Es beinhaltet schon eine gewisse Ironie des Schicksals, dass gerade jetzt ein Großer Pandabär als Gabe Chinas nach Wien kommt. Falscher Adressat, möchte man meinen, denn diese Tiere sind seit der chinesischen Xizhou-Dynastie (1027-771 v. Chr.) Friedenssymbole. Wenn die unterlegene Armee eine Flagge mit dem Bild eines Pandas (der damals Zouya genannt wurde) zeigte, dann wurde der Kampf sofort eingestellt. Bezeichnenderweise haben die USA weltweit bisher am öftesten Pandas als Geschenk erhalten.

In China waren diese Bären schon vor fast dreitausend Jahren bekannt, dennoch wurden sie erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts von westlichen Forschern entdeckt. Es dauerte nochmals mehr als sechzig Jahre, bis Ruth Harkness, die

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