Wer erschoss Pistauer?

Extra | EDGAR SCHÜTZ | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

MEXIKO. Den Globetrotter, Diplomaten, Übersetzer und Schriftsteller Sergio Pitol gilt es noch zu entdecken. In der barocken Komödie "Defilee der Liebe" lässt er einen österreichischen Exilanten erschießen. 

Oft scheint Mexiko von Europa oder zumindest dem deutschsprachigen Teil desselben weiter entfernt zu sein, als es ein Globus vermittelt. Wie ist zum Beispiel zu erklären, dass der Wagenbach-Verlag sich jetzt des Werkes von Sergio Pitol annimmt und mit "Defilee der Liebe" einen Roman herausbringt, der im Original ("El desfile del amor") bereits im Jahr 1984 erschienen ist?

  In Lateinamerika ist der 1933 in Puebla geborene und in Veracruz aufgewachsene Pitol ein Fixstern am Literaturhimmel. Es kommt auch nicht von ungefähr, dass er - ausgezeichnet mit dem "Premio Herralde de Novela" und dem renommierten "Premio Juan Rulfo" - einer der höchstdekorierten Autoren des Subkontinents ist. Noch verwunderlicher wird die bisherige Ignoranz ihm gegenüber, wenn man weiß, dass Pitol ein


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