Damenwahl

Extra | KONSTANZE FLIEDL | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

Innenpolitik. Erika Pluhar leistet in ihrem Roman "Die Wahl" durch die Erotisierung der heimischen Innenpolitik ihren Beitrag zur Humanisierung der Welt. 

Also: Es geht um eine ehemalige Schauspielerin, jetzt Publizistin, etwa sechzig Jahre alt. Nach einer Zeit der Zurückgezogenheit entschließt sie sich, im Präsidentschaftswahlkampf zu kandidieren. Brandaktuell ist die "Wahl" also eigentlich nicht. Aber dafür wird man entschädigt durch ein promptes Gipfeltreffen von Politik und Erotik: Die Kandidatin - Wohlig heißt sie - verliebt sich in den Bundeskanzler. Es folgt eine böse Komplikation: Ein gedungener Paparazzo erwischt den offiziell verheirateten Kanzler mit Blitzlicht dabei, wie er nachts aus ihrer Tür tritt, sie dahinter im offenen Bademantel, "aber noch gut beisammen", wie es ausdrücklich heißt. Angesichts des bevorstehenden Skandals tut der Bundeskanzler das Naheliegende und liebt heftig zurück, will sich outen. Wie das und vor allem wie die Wahl ausgeht, die man wegen


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