Außensicht der Innenwelt

Österreich | DANIELA STRIGL | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

AUSTROZENTRISMUS. Ist Österreich so interessant, wie es glaubt? Drei Literaturwissenschaftler sezieren den "austriakischen Autismus", drei neu erschienene Anthologien riskieren ebenfalls einen distanzierten Blick auf die regionale Literatur. 

Distanz ist angesagt, wenn es ans Eigene geht, ans Eingemachte und ans Ausgemachte. "Blicke von außen" werfen die einen auf die österreichische Literatur und beziehen ihren Standpunkt im Ausland, während für "Graz von außen" schon Köflach weit genug entfernt ist. Zuerst das Sekundäre: Den "internationalen Kontext", in den die Autoren das heimische Schreiben und Treiben stellen, gewinnen sie aus der eigenen Biografie - Franz Haas lebt in Rom und lehrt in Mailand, Hermann Schlösser ist Wahlwiener deutscher Herkunft, Klaus Zeyringer hat jahrelang an der Universität Angers unterrichtet.

  Ausgangspunkt des Buches war Franz Haas' Diagnose eines "austriakischen Autismus", weshalb das Buch auch mit einer Art Therapiegespräch (im Jänner 2001)


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