A Star Is Born

Extra | KARIN CERNY | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

KINO. Gustaf Sobin versucht dem Geheimnis von Greta Garbo auf die Spur zu kommen, Sibylle Lewitscharoff lässt einen pedantischen Filmproduzenten von einem Remake von "Jud Süß" träumen. 

Ein Biograf ist immer auch Detektiv in fremden Leben. Natürlich ist die Versuchung groß, sich auf bisher wohl gehütete Geheimnisse zu stürzen. Von ihnen erhofft sich der Porträtierende womöglich einen Schlüssel zur gesamten Person: Wer das Verborgene kennt, versteht auch das Sichtbare. So neugierig alle von uns auf ein Bild hinter dem Bild, auf Tratsch und Klatsch sind, so sehr schreckt man davor auch wieder zurück: Ist nicht gerade der Mythos, die unentwirrbare Mischung aus Authentischem und Artifiziellem, das, was das Faszinosum ausmacht? Wer will schon wissen, wie Stars privat sind - wahrscheinlich eh so banal wie man selbst. "Ich gehe nicht aus dem Haus, bevor ich nicht aussehe wie Joan Crawford, der Filmstar. Wenn Sie das Mädchen von nebenan sehen wollen, gehen sie nach nebenan", hat schon


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