Kafka im Original

Extra | MARTINA GRÖSCHL | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

AUTOGRAPHEN. Warum immer nur Bücher kaufen? Wie wär es zum Beispiel mit einem Brief von Kafka oder Goethe? Die Nachfrage ist groß - zum Leidwesen wissenschaftlicher Literaturarchive. Die helfen sich deshalb durch den Ankauf von "Vorlässen" noch lebender Autoren. 

Lieber Robert, wie ist denn das; ich hätte gar nicht geschrieben? Zwei Briefe und eine Karte, es kann doch nicht alles verloren sein." So beginnt das früheste erhaltene Schreiben Franz Kafkas an den damals 21-jährigen Robert Klopstock. Der aus Ungarn stammende Mediziner hat Kafka, der an Lungentuberkulose erkrankt war, im Sanatorium von Matliary kennen gelernt und ihn in seiner letzten Zeit im Sanatorium Kierling bei Wien begleitet.

  Seit Anfang März hat das Wiener Antiquariat "Inlibris" nun den Nachlass von Robert Klopstock im Angebot. Er enthält sieben bisher gänzlich unveröffentlichte und 14 nur auszugsweise gedruckte Briefe von Kafka aus dessen letzten vier Lebensjahren sowie Korrespondenzen des 1972 in New York


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