Längen(ver)messung: Das Maß aller Dinge: der Meter

Extra | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

Eine Vorgeschichte zu Peter Galisons Buch ist in gewisser Weise "The Measure of All Things". In Ken Alders Wissenschaftskrimi geht es um den - zunächst erfolglosen, aber nicht folgenlosen - Versuch, das Längenmaß zu vereinheitlichen. 1792 beauftragt die französische Akademie der Wissenschaften Jean-Baptiste-Joseph Delambre und Pierre-François-André Méchain mit der Vermessung der Strecke, die von Dünkirchen, der nördlichsten Stadt Frankreichs, nach Barcelona und genau von Nord nach Süd verläuft und also am Meridian liegt.

  Um dem Chaos unterschiedlicher Längenmaße ein Ende zu bereiten, wollen die reformwütigen Aufklärer den verbindlichen Standard von der Erde selbst ablesen. Dazu musste man ihren Umfang freilich erst einmal exakt berechnen. (Haben Sie sich auch schon mal gewundert, warum die Distanz vom Pol zum Äquator "zufällig" genau 10.000 km beträgt?)

  Der Zeitpunkt für die Mission könnte nicht schlechter gewählt sein: Frankreich versinkt in den Jahren nach 1792


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