Die KURIOSEsten RELIQUIEN: Hiobs Misthaufen, Marias Muttermilch

Extra | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

Reisen gehört seit jeher zu den großen Leidenschaften der Menschen. Entsprechend hat man sich immer schon etwas Schönes für die erlebnishungrigen Massen einfallen lassen, auf dass sie mit prallen Portemonnaies zum Ort der Verlockung strömen. Heute pilgern die Massen ins Disney-Ressort bei Paris oder ins Guggenheimmuseum in Bilbao. Einstmals pilgerten sie nach Rom oder auf dem Jakobsweg ins spanische Santiago de Compostela, um am Grab des Apostels Jakobus vor Ergriffenheit auf die Knie zu sinken. Die Route, die die Reisenden des Mittelalters nahmen, änderte sich je nach Lage der "Pflichtstationen" am Wegesrand. Eine Reliquie war Voraussetzung dafür, dass die Pilger zumindest für einen Kurzaufenthalt gewonnen werden konnnten.

  Horst Herrmann, Professor für Theologie und Soziologie in Münster, beschreibt in seinem "Lexikon der kuriosesten Reliquien" diese echten und falschen Kultgegenstände und ihre Bedeutung in der katholischen Glaubensgeschichte: den Atem Jesu, das Gebiss des


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