GEHIRNFORSCHUNG: Viel zu lernen

Extra | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

Das Gehirn verhält sich zum Lesen wie ein Traktor zu einem Formel-1-Rennen, für dessen Tuning man kurz vor dem Rennen zwei Stunden Zeit bekommt", meint Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie an der Uni Ulm, in seinem Buch "Lernen - Gehirnforschung und die Schule des Lebens". Der Autor erklärt aber auch, warum ein Gehirn gar nicht anders kann als immerzu lernen - und wie wir es effizienter nützen könnten. Schließlich will Manfred Spitzer nicht im Elfenbeinturm der Wissenschaft bleiben: Er scheut sich nicht, in die aktuelle Debatte (Stichwort PISA) einzugreifen oder die Sinnhaftigkeit des Religionsunterrichtes in Schulen infrage zu stellen. Sein umfassendes Lehrbuch mit Index und ausführlicher Literaturliste ist gut strukturiert - und ein "Fazit" am Ende eines Kapitels erleichtert das schnelle Lesen.

Manfred Spitzer: Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens. Heidelberg, Berlin 2002 (Spektrum Akademischer Verlag). 511 S., E 30,80

Nach neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung


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