Machbares begrenzen

Extra | ROBERT CZEPEL | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

BIOETHIK. Die rasanten Fortschritte in Molekularbiologie und Medizin und ihre neuen Zugriffsmöglichkeiten auf das Leben machen ethische Grundsatzdiskussionen nötiger denn je. Zwei Bücher bieten brauchbare Einstiegshilfen. 

Während in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Physik als die so genannte "Leitwissenschaft" galt, tendiert man heute dazu, der Biologie dieses Prädikat zuzuerkennen. Obgleich es kein objektives Maß für diesen Titel gibt, so gibt es doch Definitionsversuche - wie etwa den der deutschen Philosophin und Bioethikerin Eve-Marie Engels. Für sie ist jene Disziplin eine Leitwissenschaft, "die zu einer bestimmten Zeit innerhalb einer Gesellschaft auf Grund ihres theoretischen und technologischen Innovationspotenzials den Ton angibt". Wichtiger Nachsatz: "Dies schließt auch die gesellschaftliche Relevanz einer Wissenschaft im Sinne ihres Risiko- und Besorgnispotenzials mit ein."

  Damit ist ein Problem angesprochen, mit dem sich jede Art des technologischen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige