Antiglobales Holzfällen

Extra | THOMAS ASKAN VIERICH | aus FALTER 12/03 vom 19.03.2003

Kulturkritik. Der deutsche Philosoph Rüdiger Safranski fragt danach, wie viel Globalisierung der Mensch verträgt. Seine Antwort: recht wenig.

Es gibt doch ein wahres Leben im falschen. Es muss eines geben. Fordert zumindest Rüdiger Safranski, der angesichts der alles vereinnahmenden Globalisierung für die Rechte des eigensinnigen Individuums eine Axt schwingt. Und er tut das gewohnt elegant. Safranski ist zusammen mit Peter Sloterdijk Gastgeber im "Philosophischen Quartett" des ZDF und Autor wunderbar leidenschaftlicher Biografien über E.T.A. Hoffmann, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche und Martin Heidegger.

  In seinem neuen Großessay "Wie viel Globalisierung verträgt der Mensch?" beschreibt er die letzten 200 Jahre als fortschreitende Entfremdung des Individuums von sich selbst. Die Zumutungen der Globalisierung seien die letzte Potenzierung dieser Entwicklung. Da alles mit allem zusammenhängt, sind wir scheinbar auch für alles verantwortlich. Freuds Über-Ich erscheint


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