Im Bett mit Bush

Medien im Krieg. Gängeln, Manipulieren, Zensurieren: Die USA und der Irak bekämpfen einander nicht nur mit Bomben, sondern auch mit Propaganda. Doch die einst so wirksame Waffe ist stumpf geworden. 

Gerald John | Medien | aus FALTER 13/03 vom 26.03.2003

Das Ungetüm "knurrt und schreit", und mitten zwischen den Eingeweiden sitzt Walter Rodgers. "Es ist wie ein Ritt im Bauch eines Drachens", sagt Rodgers. Für den Nachrichtensender CNN berichtet der Reporter vom Vorstoß des dritten Geschwaders des siebten US-Kavallerie-Regiments Richtung Bagdad, natürlich exklusiv. Im Südirak hatte die Panzerkolonne die Grenze überquert und mit ihrer "überwältigenden Feuerkraft" schnell ein versprengtes Grüppchen an irakischen Grenzsoldaten platt gemacht. Seither wälzt sich der Pulk weiter nach Norden, informiert Rodgers: "Wie eine Welle aus Stahl".

Wie die Soldaten trägt Walter Rodgers Schutzhelm und kugelsichere Weste. Seit Wochen schläft er mit ihnen im selben Zelt, löffelt den selben Fraß aus dem Feldgeschirr und steigt unter die selbe Dusche, streng nach Vorschrift einmal pro Woche. Rodgers ist einer von 600 "embedded journalists", die amerikanische und britische Truppen auf dem Kriegspfad begleiten dürfen. "Eingebettet" wurden die Reporter

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