Die Guten kommen

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 13/03 vom 26.03.2003

IRAKKRIEG. Ein Bush-Feuer für die Demokratie. Die Botschaft lautet: Gegen diese Übermacht ist Gegenwehr zwecklos. Hoffentlich erleben die Unschuldigen ihre Befreiung. Dankbarkeit wird den wohlmeinenden Invasoren auch in diesem Fall nicht entgegenschlagen. 

Weil Krieg ist, ist viel von militärischen Fortschritten die Rede. Von Verlusten und Treffern auf strategische Ziele. Und es ist viel zu sehen von diesem Krieg, wohl mehr denn je. Britische und amerikanische TV-Stationen parken ihre Übertragungswagen direkt an den Schützengräben und berichten live von den Artilleriegefechten. Die ganz verwegenen, in die Invasionsarmee "eingebetteten" Reporter haben Minikameras umgeschnallt, wie man sie beim Elektroladen um die Ecke erhält. Die halten sie aus den Gucklöchern der gepanzerten Fahrzeuge der 3. mechanisierten Infranteriedivision der US-Army und schicken grob gepixelte Videos von der Front heim. "Wir geh'n da mal vor", kommentieren sie. Mal sehen, was die nächste Ecke bringt.

  Liegt


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