Die letzten Tage im Exil

FLORIAN KLENK und JULIA ORTNER | Politik | aus FALTER 13/03 vom 26.03.2003

IRAKKRIEG. Sie sind vor den Folterkellern Saddam Husseins geflohen. Jetzt hoffen sie auf das Ende des Regimes. Vier Wiener Iraker im Porträt. 

Vier Millionen Iraker haben ihre Heimat seit den Siebzigerjahren verlassen. Dissidenten, Intellektuelle und vor allem Menschen mit guter Ausbildung sind vor der Diktatur Saddam Husseins und den Kriegen, die das Land erschütterten, in die westliche Welt geflohen. In Wien leben geschätzte 8000 Iraker, größtenteils Gegner Husseins, die seit Jahren auf seinen Sturz warten - nur im Umfeld der irakischen Botschaft findet sich noch eine kleine Gruppe regimetreuer Anhänger. Was denken jene Iraker, die ihre Heimat auch nach Jahrzehnten im Exil nicht vergessen wollen, die hoffen, noch einmal als freie Bürger in das Land zwischen Euphrat und Tigris zurückzukehren? Und die von Wien aus sogar die Zeit nach dem Diktator zu organisieren versuchen?

Der Revolutionär

Revolutionäre sehen anders aus. "Ich bin der Repräsentant des Obersten Rates der Islamischen

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