"Es wird nicht einfach"

NINA WEISSENSTEINER | Politik | aus FALTER 13/03 vom 26.03.2003

KRIEGSFÜHRUNG. Militärstratege Bruno Hofbauer über die Zurschaustellung von Kriegsgefangenen, die Motivation der irakischen Soldaten und warum die Zeltstädte für Flüchtlinge noch leer stehen. 

Wenn Major Bruno Hofbauer analysiert, gibt er offen zu, dass er die eine oder andere Frage nicht beantworten kann, weil dies unseriös wäre. Der Amerika-Spezialist der Österreichischen Militär Zeitschrift spricht stattdessen lieber von "Hinweisen" und vergisst nie, die Quellen seiner Angaben zu nennen.

Falter: Der US-Plan sieht vor, binnen kürzester Zeit das irakische Regime zu stürzen. Amerikanische Experten meinten vor Beginn des Krieges, es sei gut möglich, dass in einer Woche alles vorbei sei. Haben sich die Strategen da nicht ziemlich verrechnet?

Bruno Hofbauer: Nein. Für ein rasches Ende innerhalb einiger Tage müsste ein Zufallsschlag gegen die komplette irakische Führung gelingen, und den wage ich zu bezweifeln. Nach den Plänen des Pentagon, die immer wieder durch die Washington

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