Öl, Geld & Weltherrschaft

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 13/03 vom 26.03.2003

LONDON SOUND FILES. Die Songwriter David Gray und Evan Dando haben einiges gemeinsam: Sie sind gegen den Krieg und freuen sich auf Wien. 

Vor drei Wochen saß David Gray in seinem Londoner Wohnzimmer, wartete ungeduldig darauf, mit seiner Band auf Europatournee zu gehen, und ärgerte sich über "die verdammten Bauarbeiter nebenan". Gray schreibt gern Songs über den Weltuntergang. Und er neigt zum Grummeln. Nach einer langen Laufbahn vom hoffnungsvollen Talent der frühen Neunziger zum einsamen Sänger in traurigen Kaschemmen war er mit seinem vorletzten Album "White Ladder" unverhofft in die Liga der internationalen Bestseller aufgestiegen.

  Doch auf die kurzlebige Genugtuung folgte laut Gray "das schiere, nackte Entsetzen". Die Arbeit am Nachfolgewerk "A New Day at Midnight" war kein Spaß: "Während ich es aufnahm, hätte ich das nie zugegeben, aber der Erfolgsdruck machte sich hörbar. Vielleicht war ich ein bisschen zu verkrampft. Die Songs kommen viel besser, seit ich sie mit


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