"Was wirklich wichtig ist"

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 13/03 vom 26.03.2003

FILM. Robert Bresson (1901-1999) gilt als einer der herausragenden Regisseure des modernen Kinos. Das Filmmuseum zeigt alle seine 14 Filme. Der "Falter" sprach mit drei Bresson-Bewunderern. 

"Tagebuch eines Landpfarrers"

Das war der erste Bresson-Film, den ich sah. Damals, im Filmclub meiner Heimatstadt Kaiserslautern. Er handelt von einem jungen katholischen Priester, der am Ende an Magenkrebs stirbt.

  Unvergesslich blieb mir das leuchtende Schwarz-Weiß dieses Films, wie es zum Beispiel aus einer regennassen Landstraße ein Bild von bleibender Schönheit machte, das sich mir einprägte. Das Leben des Priesters war einfach und hingebungsvoll. Das Zimmer, in dem er wohnte, war - wie eine Klosterzelle - nur mit dem Nötigsten an Mobiliar versehen.

  Die Sätze aus dem Tagebuch des Landpfarrers, wörtlich aus dem gleichnamigen Roman von Georges Bernanos übernommen, wurden von dem Laiendarsteller als das, was sie waren, aufgesagt: als Sätze aus einem Buch, die er, der Darsteller, zu sprechen


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