Das Gespenst der Freiheit

Kultur | ERICH KLEIN | aus FALTER 13/03 vom 26.03.2003

LITERATUR. Für "Manchmal sehe ich am Himmel einen endlos weiten Strand" wurde Katharina Faber mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet. 

Nach so vielen Jahren vermisse ich dich noch immer und immer wieder, und ich suche dich morgens mit geschlossenen Augen." Auf den romantischen Eingangssatz von Katharina Fabers Romanerstling "Manchmal sehe ich am Himmel einen endlos weiten Strand" (der Titel ist ein Rimbaud-Zitat) folgt sogleich die Ernüchertung. "Sie sagte dann manchmal, so ein schönes blondes Erwachen jeden Morgen, und schon hatten wir wieder Streit." Das sind nur zwei der unzähligen Stimmen eines polyphonen Romankosmos, der ohne einen einzigen wirklichen Dialog auskommt: jene der Protagonistin Darja Savary, Besitzerin von Montadour Cyclo Comp., einer Autogarage in einer südfranzösischen Kleinstadt mit zunehmenden Finanzproblemen, und die von Mathias Staritz, Student aus Deutschland, Vater des gemeinsamen Sohnes Grégoire, der nach einer unglücklichen Liebesgeschichte mit


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