Der Bildermacher

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 13/03 vom 26.03.2003

KUNST. Das Museum moderner Kunst zeigt eine Werkauswahl des kanadischen Künstlers Jeff Wall, der mit seinen Dias in Leuchtboxen populär geworden ist. Im Gespräch mit dem "Falter" werden mehrere Wall-Vorurteile widerlegt. 

Wie anfangen? Wie beginnt man ein Interview mit einem Künstler und Kunsthistoriker, der seit 25 Jahren Interviews gibt? Der 57-jährige kanadische Künstler Jeff Wall gilt als einer, der die Magie alter Bilder beschwört, der von Delacroix, Caravaggio und Manet schwärmt und die ästhetische Empfindsamkeit adeliger Italienreisender des 18. Jahrhunderts preist. Seine großformatigen Diapositive in Leuchtboxen, die er 1978 der Werbung entlehnt hat, gehören mit zum Populärsten, was die Gegenwartskunst zu bieten hat. Und zwar deshalb, weil sie - vergleichbar mit einem Filmstill - auch ohne Kommentar sehr viel aussagen.

  Die Werkauswahl konzentriere sich "auf die enge Verbindung des Künstlers zur Tradition der Dokumentarfotografie und der straight photography", steht


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