Ein schöner Traum

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 14/03 vom 02.04.2003

IRAKKRIEG. Wie Deutschland und Japan würden die USA den eroberten Irak aufbauen, verspricht US-Präsident George Bush. Doch kann man ihm trauen? Bringen die Amerikaner tatsächlich immer Demokratie? Eine Bilanz ihrer Interventionen. 

Die Menschen trugen keine Uniformen, freitags am Al-Nasser-Markt in Bagdad. Trotzdem schlug die Rakete ein. 53 Tote meldete der arabische TV-Sender Al Jazeera, die Version des Pentagon steht noch aus. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld befasst sich lieber mit Grundsätzlicherem. Vergangene Woche, als immer mehr Berichte über getötete Zivilisten eintrafen, sagte er, dieser Krieg sei ein "Akt der Humanität".

  Vielleicht ist Donald Rumsfeld ein eiskalter Zyniker. Oder aber ein verkannter Visionär. Ein Leben in "Fortschritt und Demokratie" verheißen die Kriegsherren den Irakern nach überstandenen Leiden. Wie Deutschland und Japan nach dem Zweiten Weltkrieg, verspricht Präsident George W. Bush, würden die USA den eroberten Staat aufbauen - und nicht


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