"Mehr Haare, mehr Gewicht"

NINA HORACZEK und EVA WEISSENBERGER | Politik | aus FALTER 14/03 vom 02.04.2003

ÖVP. ... das unterscheidet den neuen Umweltminister von seinem bekannten Onkel Erwin Pröll. Josef Pröll über einen fliegenden Wechsel zu Schwarz-Grün, neunzig Millionen Euro für den Klimaschutz und sein "Nein" zum Anti-Atom-Volksbegehren. 

Josef Pröll seufzt. "Auf mich treffen wohl alle Vorurteile zu, die man sich ausdenken kann", sagt der neue Landwirtschafts- und Umweltminister. Als Weinbauer wird ihm unterstellt, ihm sei die Landwirtschaft wichtiger als der Umweltschutz. Als ehemaliger Direktor des Bauernbundes gilt man schnell einmal als erzkonservativ und Mitglied der Agrarlobby. Als Neffe des niederösterreichischen Landeshauptmannes Erwin Pröll, der gegen eine neuerliche Koalition mit den Freiheitlichen war, gerät er in den Verdacht, zusammen mit Jörg Haiders Schwester, der neuen Familienstaatssekretärin Ursula Haubner, ein "lebendes Schutzschild" (profil) für die Regierung zu bilden. Der Falter hat die Vorurteile über den erst 34-Jährigen hinterfragt.

Falter: Herr

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