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Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 14/03 vom 02.04.2003

Die originellste Version kommt am Schluss. Und man darf zweifeln, ob Bob Marley je so zugedröhnt war, um sich vorzustellen, wie es klingt, wenn sich vier traditionelle Sängerinnen von der südjapanischen Insel Okinawa über seine Reggae-Hymne "No Woman, No Cry" hermachen. Doch man höre und staune: Obwohl das Quartett beim Refrain statt "woman" eher "human" singt (der Rest ist ohnehin okinawesisch), fällt der Wiedererkennungsfaktor gar nicht gering aus.

"Cover the World", eine der aktuellen Kompilationen des New Yorker Weltmusiklabels Putumayo, bringt aber auch weniger entlegene Interpretationen von globalen Pop-Hits: So ist das deutsche Produzentenduo Mo' Horizons mit seiner extragroovigen Samba-Version von "Hit the Road Jack" ebenso vertreten wie der Disco-Klassiker "Oh, What a Night" im Gewand eines HipHop-Heulers vom französischen Rap-Superstar Yannick.

1975 hat Putumayo - benannt nach einem kolumbianischen Fluss - als schicke Ethnoboutique begonnen, zu deren Beschallung ihr Gründer


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